Marktgemeinde Nötsch

Dobratsch Rundwanderweg

Naturpark Dobratsch
Naturpark Dobratsch

Eindrucksvoller „Kurz-Fernwanderweg“ rund um den Naturpark Dobratsch

Der Dobratsch ist in vielerlei Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung. Er stellt nicht nur das größte Bergsturzgebiet der Ostalpen und damit den Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere dar, sondern ist auch das Gravitationszentrum einer geschichtsträchtigen Region, die sich durch besonderen kulturellen Reichtum auszeichnet. Am Schnittpunkt dreier Kulturen gelegen, umgibt ihn eine lebhaft gegliederte Tallandschaft, deren eigenwilliger Charakter und besondere Atmosphäre sich am besten beim Wandern erschließen. Der vom Naturpark Dobratsch und den Naturpark Gemeinden angelegte Rundwanderweg verbindet so viele unterschiedliche Naturräume und Kulturlandschaften, dass er kaum abwechslungsreicher sein könnte. Trotz des geringen Radius‘ von kaum zehn Kilometern ändert sich ständig das Bild. Zur wunderbaren Natur bietet die Zivilisation ein spannendes Kontrastprogramm; Zeugnisse der Geschichte begegnen einem auf Schritt und Tritt. Höhepunkte der Zeitreise sind Ortschaften mit bedeutenden Kulturdenkmälern und historischen Häuserbeständen. Dazu kommen Spuren zeitgenössischer Kunst und reizvolle Schöpfungen der Alltagskultur. Auch das gastronomische Angebot lässt wenig zu wünschen übrig. Alle Etappenorte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar (drei davon mit der Eisenbahn), woraus sich mehrere Variations- und Abkürzungsmöglichkeiten ergeben. So erfüllt der Dobratsch-Rundwanderweg alle Voraussetzungen für eine kurze Weitwanderung, die einem in bester Erinnerung bleiben wird.

Die Rundwanderung besteht aus vier Etappen, wobei die 2. Etappe von Bad Bleiberg nach Nötsch und die 3. Etappe von Nötsch nach Arnoldstein führen, welche nachstehend beschrieben werden:

2. Etappe Wanderung von Bad Bleiberg nach Nötsch:

Am zweiten Tag wechselt man von der Nordseite des Dobratsch ins Untere Gailtal und durchschreitet dabei ganz unterschiedliche Landschaften. Steht der erste Abschnitt noch im Zeichen des Bergbaues, gelangt man bald in bäuerliche Gefilde, um schließlich in den schattigen Nötschgraben abzusteigen, an dessen Ausgang sich der freundliche Zielort befindet. Den ersten Höhepunkt erlebt man gleich zu Beginn, indem man einem spektakulären Stollenwanderweg folgt, der teilweise in den Fels gehauen wurde und sich wunderbar in die Landschaft fügt. Stattliche Gehöfte und saftige Wiesen mit Aussicht auf den Dobratsch bieten sich rund um den Erlachgraben. Noch prächtiger ist das Panorama bei der Fischerhube, einem verlassenen Bergbauernhof mit Blick auf die südliche Alpenkette. Von hier schraubt man sich durch den Wald in einen stilles Tal, an dessen Grund man von einem Bach bis Nötsch begleitet wird. Den würdigen Abschluss bildet der Rundgang im Ort, bei dem man nicht nur auf den Spuren der Nötscher Maler wandelt, sondern auch einen der schönsten Dorfplätze des Landes kennenlernt.

 3. Etappe Wanderung von Nötsch nach Arnoldstein:

Am dritten Tag lässt man das Gravitationsfeld des Dobratsch hinter sich und klappert im Halbstundentakt ein heimeliges Dorf nach dem anderen ab. Obwohl man sich dabei fast ausschließlich in besiedeltem Gebiet bewegt, ist man immer umgeben von einer traumhaften Landschaft. Erste Station ist Feistritz im Gailtal, wo ein engagierter Kulturwirt zur Einkehr lädt und sich die Pfarrkirche wie im Bilderbuch über das Dorf erhebt. Eine romantische Holzbrücke liegt auf dem Weg nach Achomitz, dessen Dorfplatz zu den ursprünglichsten der Region zählt. Ebenso freundlich präsentiert sich Göriach, das sich auf einen Hügel zurückgezogen hat und mit einem weiteren Gasthof lockt. Nach einer kurzen Durststrecke im Bereich der Bundesstraße gelangt man erneut in sanftes Hügelland und genießt den Blick auf die 1.600m hohe Steilwänd des Dobratsch. Ein markantes Zeichen setzt die mächtige Kirche von Hohenthurn. Im letzten Abschnitt wird die Idylle von den spröden Reizen eines alten Industrieortes abgelöst. Wegmarken sind der denkmalgeschütze Schrotturm von Gailitz, die aufwändig renovierte Klosterruine von Arnoldstein und – zuguterletzt – dessen historisches Zentrum.

Nähere Information erhalten Sie unter nachstehendem Link:
http://www.naturparkdobratsch.info/de/wandern-im-naturpark-dobratsch/dobratsch-rundwanderweg.html

Quelle:
http://www.naturparkdobratsch.info/de/wandern-im-naturpark-dobratsch/dobratsch-rundwanderweg.html

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