Marktgemeinde Nötsch im Gailtal

Die Marktgemeinde Nötsch im Gailtal liegt am Fusse des 2.166 m hohen Dobratsch im unteren Gailtal, einige Kilometer von der italienischen Staatsgrenze entfernt. Sie wird im Süden zur Gemeinde Feistritz an der Gail vom Gailfluss, nach Norden zur Gemeinde Bad Bleiberg begrenzt und hat eine Fläche von 42 km². Im Osten schließt das Stadtgemeindegebiet Villach, im Westen die Gemeinde St. Stefan/BH Hermagor an. Sie umfasst 17 Ortschaften, die nach Westen hin bis zu fast 1.000 m Höhe verstreut liegen: Bach, Dellach, Emmersdorf, Förk, Glabatschach, Hermsberg, Kerschdorf, Kreublach, Kühweg, Labientschach, Michelhofen, Poglantschach, Saak, Semering, St. Georgen, Wertschach und schliesslich der zentral gelegene größte Ort Nötsch selbst.

Ein ganz besonderes Merkmal ist das Schloss Wasserleonburg, das unter Denkmalschutz steht und ursprünglich „Lewenburch“ und später „Leonburg“ hiess. Daher auch das Wappen mit dem Löwen.

Nötsch im GailtalWappen der Marktgemeinde Nötsch im Gailtal

Wappen- und Fahnenverleihungsurkunde: 15. Juni 1960
Aussteller: Landesregierung/Landeshauptmann Ferdinand Wedenig
Graphik: Alexander Exax
Beschreibung: Goldener Löwe, nach rechts aufgerichtet, Kopf zum Beschauer gewendet, auf blauem Grund.
Fahne: Gelb-Blau mit eingearbeitetem Wappen 

Ein besonderes Kleinod ist aber auch die Ortschaft Saak, die durch ihre architektonische Gestaltung wohl zu den schönsten Bauerndörfern Österreichs zählt.

Erst um 1850 wurden diese Orte zu einer Gemeinde Emmersdorf (aus Edmarsdorf, schon 1070 erwähnt) zusammengefasst. Im Jahre 1960 erfolgte die Umbenennung in Gemeinde Nötsch im Gailtal. Gleichzeitig wurden auch die Fahne (blau-gelb) und das Wappen (ein nach links gerichteter aufrechter Löwe) verliehen.

Der Name selbst kommt aus dem Alt- und Mittelhochdeutschen „Nezz-ach“, später auch „Netz-ach“, was soviel bedeutet wie die „Ache“ (Bach), der das Tal benetzt (überschwemmt). Tatsächlich gab es auch in der Vergangenheit immer wieder Überschwemmungen, die das ganze Tal in einen riesigen See verwandelten, auch in unserer Zeit zuletzt in den Jahren 1963 und 1965.

Einige bedeutsame Ereignisse, welche die Gegend um das Gebiet von Nötsch i.G. in der Vergangenheit betroffen haben: Am 25. Jänner 1348 kam es zum Dobratschabsturz. Einen solchen Absturz hat es übrigens schon in vorgeschichtlicher Zeit gegeben und diesmal war es eigentlich eher ein Abrutschen des südlichen Bergteiles. Noch heute sieht man in der „Schütt“ viele riesige Felsbrocken liegen. Die herabstürzenden Felsen, Geröll- und Schlammassen verlegten den Talboden und es kam zu riesigen Überschwemmungen, die bis in die Gegend des Wörthersees reichten. 17 kleine Dörfer wurden weggerissen und völlig zerstört, darunter auch der Vorgänger des Schlosses Wasserleonburg, welches damals „Lewenburch“ hiess und wahrscheinlich einen Kilometer weiter östlich stand.

Zweimal drangen auch die Türken (1476, 1478) in unser Land ein und verheerten die Gegend. Der Brauch des Kufenstechens soll auf den Kampf gegen diese Eindringlinge zurückgehen.

Besonders zu erwähnen sind die Kirchtage in unserer Gemeinde, bei denen das traditionelle KUFENSTECHEN (Reiter- und Tanzdarbietungen) durchgeführt wird.

Inzwischen bereits zur Tradition geworden ist das alljährlich im Herbst stattfindende Polentafest. Ein kulinarischer und gesellschaftlicher Höhepunkt im Veranstaltungsjahr unserer Gemeinde bei dem sich alles um Speisen aus Mais dreht.

FEUERWEHRMUSEUM:

Eine weitere Besonderheit in Nötsch ist das Feuerwehrmuseum. Es ist neben dem Landesfeuerwehrmuseum in Klagenfurt das einzige Feuerwehrmuseum dieser Größenordnung in einer Gemeinde. Auf einer Fläche von 130 m² kann man sich einen Überblick über die historische Entwicklung der Brandbekämpfung machen. Uniformen, Ausrüstungsgegenstände, alte Tragkraftspritzen, Hydrophore (Pferdefuhrwerkspritzen), Dokumente, Fotos usw. können bestaunt werden. Dieses wirklich sehenswerte Museum wurde von der Stützpunktfeuerwehr selbst geschaffen.

FISCHEREI

Das untere Gailtal zählt seit Jahrhunderten zu den bekanntesten Fischgewässern Kärntens. Die Gail als Hochgebirgsfluss beginnt hier als Äschenregion in unserer Gemeinde mit einer Länge von 12 km, beidufrig, und bietet dem Fliegenfischer auf Äsche beste Voraussetzungen. Bachforellen und Huchen gehören zum weiteren Bestand. Die vielen Nebenbäche und Vorfluter beherbergen Bach-, Regenbogenforellen, Saiblinge und Hechte. In den romantischen Altarmen der Gail gibt es Karpfen, Schleien, Hechte und Edelkrebse. Fangzeiten, Mindestmaße, Köder etc. nach dem Kärntner Fischereigesetz. Fischkartenpreise auf Anfrage.
Fischkartenausgabe: Marktgemeinde Nötsch im Gailtal (04256 21 45), sowie Forstverwaltung Wasserleonburg (04256 21 41-2). Die Beistellung eines Aufsichtsfischers ist möglich. Spezielle Angebote nach Vereinbarung.

SCHLOSS WASSERLEONBURG

Das Schloss Wasserleonburg ist einzigartig am Schnittpunkt 3er Kulturen gelegen. Im Laufe der Zeit befand es sich im Besitz verschiedener Kärntner Adelsfamilien. Es beeindruckt seine Besucher mit südlichem Aussehen, eines gepflegten und von einer prächtigen Gartenanlage umgebenen Landsitzes aus der Renaissancezeit. Und selbst Eduard VIII von England, der mit seiner Gemahlin die Flitterwochen hier verbrachte, war von Schloss Wasserleonburg äußerst angetan. Im Anna Neumann Saal läßt es sich vortrefflich feiern. Die Behaglichkeit verbreitende, unvergleichliche Atmosphäre des Veranstaltungssaales überzeugt mehr und mehr Besucher, ihre Feste hier zu feiern. Der Bogen der Aktivitäten reicht von traditionellen Festen über spannende Ausstellungen bis zu Konzerten und Liederabenden. Aber auch private Festlichkeiten, wie Hochzeiten, Geburtstage oder niveauvolle Firmenveranstaltungen; das Schloss Wasserleonburg bietet hierfür eine einmalige Kulisse. Der Anna Neumann Saal verfügt über eine hervorragende Akustik und selbstverständlich über die entsprechenden Einrichtungen. Die romantische Kapelle aus dem 18. Jhdt. steht für alle kirchlichen Feste zur Verfügung.

FLUGPLATZ NÖTSCH

Angebot für Gäste: Erfrischungsgetränke, Rundflugmöglichkeiten mit Motor- und Segelflugzeugen, Schnupperflüge.Durchgehend geöffnet vom 01.April bis 30. September. 10% Ermäßigung bei Vorweisen der Gästekarte der Marktgemeinde Nötsch i. G. oder der angrenzenden Gemeinden.

Download der Wappen in kleiner oder mittlerer Auflösung – kostenlos:

Rechtsgrundlagen zur Verwendung der Gemeindewappen aus der Kärntner Allgemeine Gemeindeordnung – K-AGO

Das Gemeindewappen in druckfähiger Qualität für Publikationen erhalten Sie im Kärntner Landesarchiv um 3,– EURO.

Homepage des Kärtner Landesarchivs

Bestellungen: post.landesarchiv@ktn.gv.at

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Leitsätze für Nötsch i.G.